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allergy education

 

Wenn Patienten auf eine Diagnose für eine bestimmte Magen-Darm-Erkrankung erhalten haben, muss diese Erkrankung behandelt werden.

Hier finden Sie einen Überblick über die empfohlenen Behandlungsstrategien für CED, RDS und Zöliakie.

 

Wie sollte ich CED behandeln?

CD 1

Morbus Crohn

Ziel der für Morbus Crohn verfügbaren pharmakologischen Behandlungsoptionen sind die Reduzierung der Symptome und die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität. Gleichzeitig soll die kurz- und langfristige Toxizität der Arzneimittel möglichst verringert werden.

Zu den pharmazeutischen Behandlungsmöglichkeiten zählen die Therapie mit Glukokortikosteroiden, Antibiotika, Immunsuppressiva wie Azathioprin* und Mercaptopurin sowie Tumornekrosefaktor-α-Inhibitoren. Weitere Therapieoptionen beinhalten eine Ernährungsumstellung, Raucherentwöhnung und – bei schwerem oder chronisch aktivem Krankheitsverlauf – eine Operation.1,2

Treatment options for ulcerative colitis focus

Colitis ulcerosa

Die Behandlungsoptionen bei Colitis ulcerosa konzentrieren sich auf die aktive Erkrankung und sollen die Beschwerden lindern, die Lebensqualität verbessern und die Remission erhalten.

Die Behandlungsoptionen für eine aktive Erkrankung sind abhängig vom klinischen Schweregrad, dem Ausmaß der Erkrankung und den Vorlieben des Patienten. Zu den pharmazeutischen Möglichkeiten zählen Kortikosteroide, 5-Aminosalicylsäure, Immunsuppressiva wie Azathioprin* und Mercaptopurin sowie biologische Arzneimittel. Eine Operation kommt als Notfallbehandlung bei einer schweren Colitis ulcerosa, die nicht auf die Behandlung mit Arzneimitteln anspricht, sowie bei Patienten, die sich aufgrund einer nicht ansprechenden oder häufig wiederkehrenden Erkrankung, die ihre Lebensqualität beeinträchtigt, eine Operation wünschen, in Frage.2,3

Bei CED-Patienten, die trotz Belegen für eine Wirksamkeit der Behandlung immer noch Beschwerden haben, sollten zusätzliche Diagnosen wie RDS, eine Gallensäuremalabsorption sowie eine Laktoseintoleranz in Erwägung gezogen werden.

*Der TPMT-Spiegel (Thiopurin-S-Methyltransferase) sollten bei allen Patienten, bei denen eine CED festgestellt wurde und die wahrscheinlich mit Azathioprin behandelt werden müssen, überprüft werden.

Quellen

 

Wie sollte ich das Reizdarmsyndrom behandeln?

Patienten mit RDS sollten über die Bedeutung der Selbsthilfe für die wirksame Behandlung ihrer Erkrankung aufgeklärt werden. Dazu zählen unter anderem allgemeine Informationen zu Lebensstil, körperlicher Aktivität, Ernährung und symptomlindernde Arzneimittel.

RDS-Patienten können probeweise zwei bis drei Monate lang eine Diät halten, die möglichst arm an fermentierbaren Oligo-, Di- und Monosacchariden sowie Polyolen (FODMAP) ist.

Die pharmakologischen Möglichkeiten zur Behandlung des Reizdarmsyndroms umfassen Abführmittel oder Motilitätshemmer.
Trizyklische Antidepressiva können als Zweitlinientherapie in Erwägung gezogen werden, wenn Abführmittel, Loperamid oder Spasmolytika keine Wirkung zeigen.1

Bei Patienten, die vorwiegend an Diarrhö leiden, liegt möglicherweise eine Gallensäuremalabsorption vor. Diese Patienten sollten dann zwecks einer SeHCAT-Untersuchung an einen Facharzt überwiesen und entsprechend den lokalen Protokollen behandelt werden.2,3

Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome des Reizdarmsyndroms und der Laktoseintoleranz sollte auch eine laktosefreie Ernährung in Betracht gezogen werden.4

Quellen

 

Wie sollte ich Zöliakie behandeln?

Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung

Zöliakie-Patienten sollten sich glutenfrei ernähren – unabhängig davon, ob sie gerade beschwerdefrei sind oder nicht. Bei vielen Menschen mit Zöliakie treten entweder gar keine Symptome auf oder sie nehmen diese nicht als solche wahr. Aufgrund der langfristigen Komplikationen ist es jedoch wichtig, dass alle Patienten mit Zöliakie auf eine glutenfreie Ernährung achten, selbst wenn sie beschwerdefrei sind.1

Bei einer glutenfreien Ernährung muss man beachten, dass manche Patienten empfindlicher auf Gluten reagieren als andere. Diese Patienten benötigen eventuell einen noch strengeren Ernährungsplan. Außerdem ist zu bedenken, dass die Ernährung trotzdem ausgewogen, nährstoffreich und vielseitig sein sollte.

Eine Glutenfreie Diät sollte folgende Lebensmittel ausschließen:

ALLE WEIZENVARIANTEN, GERSTE UND ROGGEN

LEBENSMITTEL, IN DENEN WEIZEN, GERSTE ODER ROGGEN ALS FÜLL- ODER GESCHMACKSSTOFFE VERWENDET WERDEN

MÖGLICHERWEISE KONTAMINIERTE LEBENSMITTEL

MALZHALTIGE LEBENSMITTEL ODER GETRÄNKE

*Lebensmittel, die mit einer Panade auf Mehlbasis hergestellt wurden
**Patienten mit einer gut eingestellten Zöliakie können Produkte essen, die reinen, nicht kontaminierten Hafer enthalten. Wenn jedoch der Hafer Beschwerden verursacht, sollte er weggelassen und ein Facharzt konsultiert werden.
***Produkte, die im selben Öl frittiert wurden wie glutenhaltige Lebensmittel, z. B. Pommes frites, die in derselben Fritteuse wie Backfisch zubereitet werden.

 

Ratschläge für Patienten

Nach den NICE-Empfehlungen sollten Menschen, bei denen eine Zöliakie diagnostiziert wurde, von einem Facharzt betreut werden, bis die Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung erfolgreich ist. Während der Patient auf den Termin beim Facharzt wartet, sollte er jedoch bereits Ratschläge zur Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung erhalten.1

Sie sollten Ihre Patienten immer darauf hinweisen, die Inhaltsstoffe von Lebensmittel sorgfältig zu studieren.

Wheat free does not always mean gluten-free

 

Quellen


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