Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist die Reaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Stoffe wie Pollen, Nahrungsmittel oder Hausstaubmilben. Während diese Stoffe bei den meisten Menschen kein Problem sind, werden sie bei Allergikern vom Immunsystem als „Bedrohung“ identifiziert, das daraufhin unangemessen reagiert.4

Eine Exposition mit ähnlichen Allergenen führt bei Kindern zu unterschiedlichen Mustern von allergischen Erkrankungen.[PAL06, BIS08] Dies kann eine Folge der unterschiedlichen Sensibilisierungswege sein. Die Haut fungiert als Barriere gegen einen Allergeneintritt. Defekte in der Hautbarriere, die häufig bei diesen Patienten auftreten, wurden mit schwereren Sensibilisierungsmustern und schlimmeren allergischen Erkrankungen in Verbindung gebracht.[BAS08] Eine spezifische IgE-Bestimmung hilft, zwischen sensibilisierten und nicht sensibilisierten Personen zu unterscheiden und dadurch richtungsweisend die beste Behandlung auszuwählen.[BAS08]

Allergiesymptome

Die Symptome bei Allergien sind sehr vielfältig und können oft mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Häufige Allergiemanifestationen sind u.a. Rhinitis, Asthma, Ekzeme, Anaphylaxie, Nahrungsmittel-Allergie und Berufs-Allergien. Bei solchen Erkrankungen gibt es eine Reihe von Symptomen, die zunächst nicht unbedingt mit einer Allergie in Verbindung gebracht werden, was dann zu einer schlechten Behandlung des Patienten führt.

Ekzeme

  • Außergewöhnlich trockene Haut
  • Trockene, depigmentierte Flecken
  • Erythrodermischer Ausschlag
  • Juckreiz
  • Nässende Bläschen
  • Verkrustete Bläschen
  • Aufgeplatzte Bläschen
  • Erythematöse Plaques
  • Flechtenartige, leicht pigmentierte, wunde Plaques
  • Erschöpfung
  • Dicke, blasse, wunde Plaques

Asthma

  • Giemen
  • Atemnot
  • Brustenge
  • Husten

Rhinitis

  • Verstopfte Nase
  • Laufende Nase
  • Tropfende Nase
  • Rote, juckende Augen
  • Tränende Augen
  • Wiederholtes Niesen
  • Kopfschmerzen
  • Juckende Nase
  • Gesichtsschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Müdigkeit

Nahrungsmittel-Allergie

  • Leichte Symptome
  • Juckreiz im Mund
  • Nesselsucht
  • Intensiver Juckreiz
  • Schwellung im Gesicht
  • Starkes Kälte- oder Hitzegefühl
  • Wachsende Ängste
  • Blässe/Rötung im Gesicht
  • Leicht keuchende Atmung oder Husten
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Vermindertes Bewusstsein
  • Durchfall
  • Schwere Symptome
  • Atembeschwerden
  • Giemen
  • Heiserkeit
  • Kruppartiger/Würgehusten
  • Starke Blässe/blaue Lippen
  • Teilnahmslosigkeit
  • Kollaps

Anaphylaxie

  • Kurzatmigkeit
  • Keuchende Atmung
  • Schwellung des Rachens
  • Husten
  • Giemen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Schwellung der Haut (Lippen, Augen)
  • Magenschmerzen
  • Nesselsucht
  • Erröten der Haut
  • Juckreiz ohne Ausschlag
  • Bewusstseinsverlust
  • Niedriger Blutdruck
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Schmerzen unter dem Brustbein

Nach WAO Weißbuch, 2011 und NICE-Leitlinien 2011.3,5

WARUM EIN SPEZIFISCHER IgE-TEST?

Was wie der offensichtliche Auslöser erscheinen mag, kann manchmal nur die „Spitze des Eisbergs“ sein. Da die meisten atopischen Patienten auf mehr als ein Allergen reagieren, ist es wichtig, alle Allergene zu identifizieren, die zu den Symptomen beitragen, um eine optimale Symptomlinderung zu erreichen

Klicken Sie hier, um mehr über die Vorteile von Tests bei den folgenden Problemen zu erfahren:

 

ALLERGIEN IDENTIFIZIEREN

Allergien lassen sich in drei Schritten in den Griff bekommen:

1. Anamnese

Die Diagnose einer Allergie beginnt mit einer körperlichen Untersuchung und mit einer gezielten Allergie-Anamnese. Wenn Sie einige entscheidende Fragen stellen, erhalten Sie eine detaillierte Vorgeschichte und können Ihren Patienten richtig behandeln. Die wichtigsten Fragen sollten sich um folgende Themen drehen:

  • Vorgeschichte des Patienten, Umfeld und Familienanamnese
  • Mutmaßliche Allergene
  • Zeit von der Exposition bis zum Auftreten von Symptomen
  • Symptome

2. Tests

Wird ein Test benötigt?

Wenn die Anamnese auf eine IgE-vermittelte Allergie hinweist, fordern Sie einen Bluttest auf allergenspezifische IgE-Antikörper in Ihrem Labor an. Dies ist bei Kindern unter 6 Jahren, Patienten mit verminderter Belastbarkeit (Gravidität, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, vasomotorische Dysregulation), bei Hautveränderungen im Testbereich beim Vorliegen einer Urticaria factitia, bei der Einnahme von Antihistaminika und anderen interferierenden Medikamenten wie beta-Blockern, bei Patienten mit Verdacht auf hochgradige Sensibilisierung oder anaphylaktischen Schock und für Allergene, für die keine Hauttestung verfügbar ist, ohne vorangegangenen Hauttest möglich.

Laden Sie sich hilfreiche Unterlagen herunter, um mehr darüber zu erfahren, wann Sie auf welche Allergene testen sollten.

Bei der Blutabnahme reicht eine Probe von 2,5 ml Vollblut/1 ml Serum aus, um auf bis zu 15 verschiedene Allergene zu testen.

Interpretation der Testergebnisse

Die Ergebnisse sollten immer unter Berücksichtigung der klinischen Anamnese interpretiert werden.

3. Behandlung

Eine Vermeidung und Reduktion der Allergen-Exposition kann die Symptome lindern oder reduzieren.

Bei Nahrungsmittel-Allergien sollte das entsprechende Nahrungsmittel in Absprache mit einem Ernährungsberater vom Speiseplan gestrichen werden. Bei Aeroallergenen können die Symptome mit Medikamenten kontrolliert werden. Insbesondere Asthma-Patienten könnten ein Risiko für schwere Reaktionen tragen. Deshalb sollte eine Beratung stattfinden, um diese Allergene möglichst aus der Umwelt zu entfernen.5

Behandlungs-Tools finden Sie im Abschnitt Weiterbildung - Hilfreiche Unterlagen.

Die Patientengeschichte allein ist nicht genug – raten Sie nicht, testen Sie!

Nach Duran Tauleria, 2004 & Niggemann 2008. Allergy 2004;59 (suppl 78): 35-41 and Pediatr Allergy immunol 2008; 19:325-331. Studie an Patienten mit Ekzemsymptomen, Giemen und/oder Asthma und Rhinitis in hausärztlicher Versorgung.3,4

 

Wenn ein spezifisches IgE-Antikörpertestergebnis zu der Anamnese und der körperlichen Untersuchung hinzukommt, dann kann ein aussagekräftigeres Bild für die Behandlung erreicht werden.


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Literatur
  1. Punekar YS and Sheikh A. Clin Exp Allergy 2009; 39: 1889-1895.
  2. Mintel Oxygen Reports. Not to be sneezed at- almost half of all Brits are allergy sufferers. 2010. Available from www.mintel.com/press-centre/press-releases/512/not-to-be-sneezed-at-almost-half-of-all-brits-are-allergy-sufferers: last accessed April 2013.
  3. Pawankar (Ed) et al. White book on allergy, 2011; World Allergy Organisation UK.
  4. Allergy UK. Available from https://www.allergyuk.org/what-is-an-allergy/what-is-an-allergy last accessed September 2015.
  5. National Institute for Health and Clinical Excellence. Food allergy in children and young people (CG116). 2011. London: National Institute for Health and Clinical Excellence.
  6. Eggleston PA. Control of environmental allergens as a therapeutic approach. Immunol Allergy Clin North Amer. 2003;23(3):533-547.
  7. Zuberbier T. et al., Allergy 2014; 69:1275-9

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